L(i)ebenswertes Neuburg

Ich bin in Neuburg aufgewachsen und kenne die Stadt, ihre Stärken und die Herausforderungen, denen sie gegenübersteht. Es liegt mir am Herzen, den Charme Neuburgs zu bewahren. Wir müssen unsere Stadt aber klug und vorrausschauend weiterentwickeln. Das gilt für die Familienpolitik, den Verkehr, den Umweltschutz. Wir müssen Neuburg fit machen für die Zukunft.

Gerhard Schoder,
Ihr Oberbürgermeisterkandidat
Bündnis 90/Die Grünen

Stand: 03.01.2020

Ziele

  1. Wir alle haben ein Recht auf eine intakte Umwelt. Sie ist Grundlage unseres Wohlstands. Wir setzen uns daher wie keine andere Partei für Artenvielfalt, Naturschutz und die Bewahrung der Schöpfung ein.
  2. Wir erhalten unsere eine hohe Lebensqualität und bauen sie mit Blick auf unsere Kinder und Enkelkinder weiter aus: ökologisch, ökonomisch verantwortlich und sozial gerecht.
  3. Wir gestalten den Verkehr in Neuburg neu, gemeinsam mit allen Beteiligten.
  4. Wir stärken unser Kultur- und Vereinsleben sowie die Arbeit unserer Rettungsdienste.

Massnahmen

1. Verkehrskonzept überarbeiten

  1. unter Beteiligung aller Bürger*innen, Einzelhändler*innen und des Gewerbes
  2. mit Schwerpunkt auf barrierefreiem Fußgänger- und Fahrradverkehr
    1. indem wir 50% statt heute nur 33% der Straßenausgaben in Fahrrad- und Fußgängermaßnahmen investieren,
    2. durch mehr und geeignete Fahrradabstellplätze in der Stadt z.B. am Bahnhof,
    3. mit Hilfe einer Radlbrücke am Brandl,
    4. durch Beginn der Planung für die 2. Radlbrücke am Inselspitz
  3. für eine attraktive Innenstadt, in der man sich gerne aufhält
    1. indem wir Schritt für Schritt die Verkehrsberuhigung ausbauen - im Gespräch und in Abstimmung mit dem Einzelhandel,
    2. durch die naturnahe Gestaltung von Plätzen,
    3. und die Schaffung von kleinen, grünen Oasen als wichtige Orte der Begegnung
  4. für einen attraktiven ÖPNV
    1. durch Taktverdichtung auf den bestehenden Buslinien (Stadtbus und Landkreis) und Abstimmung der Fahrzeiten mit der Bahn,
    2. durch die Einrichtung eines kostenlosen Ringbusses, der Parkhäuser außerhalb der Innenstadt verbindet,
    3. durch attraktive Ticketpreise,
    4. durch den neuen Bahnhalt Heinrichsheim
  5. indem wir klimafreundliche Mobilität erleichtern
    1. indem wir Verkehrsdrehscheiben (Multi-Modale Knotenpunkte) einrichten und vernetzen: Carsharing, Rad, ÖPNV, u.a. am Spitalplatz, Bahnhof, Parkbad, Schlösslwiese. Mobilitätsangebote, wo die Bürger*innen sie brauchen,
    2. das Carsharing neu konzipieren und mit einem attraktivem Angebot in alle Stadtteile bringen

2. Sozialen und ökologischen Wohnungsbau stärken

  1. mit Nachverdichtung als primäre Maßnahme, um neuen günstigen Wohnraum zu schaffen,
  2. durch Unterstützung von privaten Baugemeinschaften und die Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus,
  3. durch Planung neuer Grünflächen bei der Ausweisung von Baugebieten und durch Förderung von Grasdächern (z. B. auf Garagen),
  4. durch stärkere Förderung von Energiesparmaßnahmen (wie Wärmepumpen),
  5. durch Installation von PV-Anlagen auf allen kommunalen und möglichst vielen privaten Dächern,
  6. durch Förderung der Holzbauweise, vorzugsweise mit einheimischen Hölzern

3. Neuburg kinderfreundlich entwickeln

  1. mit genug Kita- und Kindergartenplätzen für alle: wohnortnah und gut ausgestattet,
  2. durch kluge Spielplatzwartung (kaputte Spielgeräte werden vorausschauend ersetzt),
  3. mit neuen Spielplätzen (v.a. Ostend, Innenstadt), z.B. einem neuen Wasserspielplatz in der Stadt,
  4. durch Gestaltung attraktiver Plätze und Straßen mit kleinen, grünen Oasen in der Stadt und Ortsteilen,

5. Breitbandinternet ausbauen

Wir bauen bestehende Glasfasernetze bis in die Gebäude (FFTB/FFTH) aus, für zukunftsfähige, schnelle Internetzugänge (200-1.000 MBit/s) für Bürger*innen und Betriebe.
Andere Parteien meinen, 100 MBit/s sei genug. Wir aber sagen: Klotzen, nicht kleckern.
Breitbandinternet ist ein wichtiger Standortfaktor bei der Ansiedlung neuer Betriebe, für bestehende Gewerbe aber auch für Privatleute (z.b. um Home-Office möglich und attraktiv zu machen).

6. Einbeziehung der Bürger*innen

  1. durch Einrichtung eines Familienbeirates im Stadtrat: Familien bekommen einen direkten Draht zur Stadtspitze
  2. durch Stärkung des Senior*innenbeirats und Jugendparlaments: In jeder Stadtratssitzung erhalten die Vertreter*innen 5 Minuten, um über Aktelles zu berichten,
  3. durch mehr Elemente direkter Demokratie: Eingaben an den Stadtrat z.B. über das Online-Tool "OpenPetition"

7. Fokus auf Barrierefreiheit

für Senior*innen, Kinderwägen und Rollstuhlfahrer*innen in allen Verkehrs- und Planungsrunden

8. Straßenbau außerhalb der Innenstadt mit Augenmaß betreiben

Oft reicht eine dritte Spur zum sicheren Überholen.

9. Attraktive, familienfreundliche Preisgestaltung für die Bäder einführen

  • Familientarif einführen: Zwei Erwachsene zahlen den vollen Preis, das erste Kind (6 bis 14 Jahre) zahlt die Hälfte und alle weiteren Kinder sind frei. Auf familienfreundliche Verweildauer (Kurzzeittarif: 1,5 Stunden plus Kulanzzeit) in der Preisgestaltung achten,
  • Familienjahreskarte einführen: In Raten zahlbar, mit Rabatt für Stadtwerke-Kunden,
  • Senioren-Saison-Karte einführen: in zwei kleineren Beträgen zahlbar, damit der Badespass erschwinglich bleibt
  • 10. Digitale Kommune vorantreiben

    1. durch Schaffung der Stelle einer Digitalreferentin oder eines Digitalreferenten im Stadtrat,
    2. durch besseren Informationsfluss aus Verwaltung und Stadtrat: Neuburg gibt sich eine Informationsfreiheitssatzung,
    3. durch die Einführung wenig störanfälliger Technologien, um das Leben der Bürger*innen einfacher zu machen (z.B. digitale Busanzeigen, App zum Bezahlen im Stadtbus und Parktickets).

    11. Unseren Kulturschaffenden, Vereinsmitgliedern und Rettungsdiensten ein verlässlicher Partner sein

    durch angemessene und langfristige finanzielle Förderung als Anerkennung ihrer Leistungen.

    12. Klare Stellung gegen radikale Hetzer beziehen

    Neuburg bietet keine Bühne für Hass und Ausgrenzung.